Chronik Frauenwald

Für Frauenwald konnte ich die folgenden genealogisch relevanten Fakten zusammentragen.

Bis zum 16. Jahrhundert

1218 An der Erfurt-Illmenau-Nürnberg-Würzburger Geleitstraße wurde von Graf Poppo von Henneberg eine Kapelle gespendet, die 1218 an das Kloster Veßra übertragen wurde.
1500 Der Ort hat etwa 130 Einwohner und war kirchlicher Mittelpunkt auf den Höhen des Thüringer Waldes.
1514 Das Steuerregister des Amtes Schleusingen enthält keine Einträge für Frauenwald.
1535 Die Steuerregister des Amtes Schleusingen enthält 9 Besteuerte mit einem Vermögen von 986 fl.
1569 Die Steuerregister des Amtes Schleusingen enthält 30 Besteuerte mit einem Vermögen von 3268 fl.

17. und 18. Jahrhundert

1617 Matthäus Triebel Fuhrmann in Frauenwald, Sohn des verstorbenen Peter Triebel, heiratet am 19.05.1617 in Frauenwald Martha Störmer, Tochter des Richters Bonifacius Störmer aus Goldlauter.
1647 Bei der Volkszählung nach dem 30-jähigen Krieg werden keine Triebel Familien erfasst.
1719 Frauenwald (zu den Frauen auf dem Walde) hat 74 Häuser und eine Pfarrkirche.
1778 Ein Brand in der Nacht vom 7. zum 8. August vernichtete die Schule und das Pfarrhaus mit allen Kirchenbüchern, die auch Einträge für Schmiedefeld und Vesser enthalten.
1789 Der Felgenhauer Georg Adam Triebel aus Schmiedefeld heiratet am 21.10.1789 in Frauenwald Margaretha Elisabeth Pfeiffer aus Frauenwald. Es werden mindestens fünf Kinder geboren, von denen zwei das Erwachsenenalter nicht erreichen. Tochter Eva Elisabetha heiratet vor 1837 in Waldau, Sohn Georg Friedrich heiratet um 1830 in Frauenwald und Sohn Johann David heiratet 1834 und lebt bis zu seinem Tod 1885 in Frauenwald.
1831 Am 3. August wurde die nach den Bauplänen von Karl Friedrich Schinkel gebaute Kirche St. Nicolai geweiht.
1838 Handzeichnung zu der Roteisensteinmutung bei Schmiedefeld des Georg Friedrich Triebel zu Frauenwald vom 19.09.1838.
1894 Justus Louis Triebel (*1856, +1928) aus Albrechts bei Suhl ist nach Frauenwald gezogen und hat eine Familie gegründet. Es werden die Söhne Erich (*1894), Lothar (*1897) und Otto geboren. Die Brüder werden nicht dauerhaft in Frauenwald leben. Erich stirbt in Altenstadt. Die Stammlinie lässt sich bis in die Gegenwart nachvollziehen.

19. Jahrhundert

1838 Handzeichnung zu der Roteisensteinmutung bei Schmiedefeld des Georg Friedrich Triebel zu Frauenwald vom 19.09.1838.
1894 Justus Louis Triebel (*1856, +1928) aus Albrechts bei Suhl ist nach Frauenwald gezogen und hat eine Familie gegründet. Es werden die Söhne Erich (*1894), Lothar (*1897) und Otto geboren. Die Brüder werden nicht dauerhaft in Frauenwald leben. Erich stirbt in Altenstadt. Die Stammlinie lässt sich bis in die Gegenwart nachvollziehen.

Kirchenbücher Stützerbach

Überblick

Stützerbach gehörte bis 1660 zur „Gefürsteten Grafschaft Henneberg“ und wurde mit der Auflösung der Grafschaft in einen kurfürstlich-sächsischem (Christuskirche) und einen sächsisch-weimarischen (Dreifaltigkeitskirche) geteilt. Die Christuskirche war ursprünglich eine Fachwerkkirche von 1767 und wurde 1901 durch einen Neubau ersetzt. Die Aufzeichnungen für Stützerbach beginnen 1632. Bis 1844 ist Stützerbach in Frauenwald eingepfarrt.

Deckblatt des ersten Kirchenbuches (Quelle: Landeskirchenarchiv Magdeburg)

Dokumente

  • Kirchenbuch Stützerbach 1716 – 1794 (Abschriften aus dem KB Illmenau 1632 – 1716)
  • Kirchenbuch Stützerbach 1795 – 1832
  • Kirchenbuch Stützerbach 1773 – 1844 (vermutlich Illmenau)
  • Kirchenbuch Stützerbach 1732 – 1847
  • Kirchenbuch Stützerbach 1748 – 1873
  • Weitere Aufzeichnungen bis 1926

Zustand & Besonderheiten

Die Kirchenbücher sind in einem recht guten Zustand und auch gut lesbar. Es wurden alphabetische Verzeichnisse und teilweise Statistiken geführt. Für die Jahre 1795 – 1832 existiert ein Verzeichnis der Berufe, dem die Namen zugeordnet sind. Für 1773 – 1799 existiert ein Auszug aus dem Kirchenbuch Frauenwald. Bei den Auszügen aus dem Kirchenbuch Ilmenau ab 1632 für den Weimarschen Teil von Stützerbach handelt es sich um lediglich vier Seiten, die jedoch sehr dicht beschrieben sind. Sie enthalten keine Eintragungen für Personen mit dem Namen Triebel. Es existieren keine Verzeichnisse. Das Trauregister 1716 bis 1794 enthält keine Eintragungen für Personen mit dem Namen Triebel. Es existieren für diese Zeit keine Verzeichnisse. Ab 1795 existieren alphabetische Verzeichnisse und Statistiken und ein Personenverzeichnis, welches nach Berufen geordnet ist. Schwerpunkte sind hier Handarbeiter und Berufe im Zusammenhang mit der Glasherstellung und dem Glashandel. Die Verzeichnisse enthalten keine Eintragungen für Personen mit dem Namen Triebel. Die Kichenbücher ab 1773 habe ich noch nicht gesichtet. Das Verzeichnis für das Kirchenbuch von 1832 – 1873 enthält ebenfalls keine Eintragungen für Personen mit dem Namen Triebel.

Zugriff

Die Kirchenbücher sind als Mikrofilme im Landeskirchenarchiv Magdeburg einsehbar. Auf der Webseite ist eine Liste der Kirchenbücher verlinkt, die gelegentlich aktualisiert wird. Genauere Meta-Informationen sowie Teile der Register und Verzeichnisse liegen mir vor. Schreibt mich bei Bedarf an.

Kirchenbücher Frauenwald

Überblick

Ein Brand in der Nacht vom 7. zum 8. August 1778 vernichtete die Schule und das Pfarrhaus in Frauenwald mit allen Kirchenbüchern. Daher existieren für Frauenwald Aufzeichnungen erst ab 1772. Taufregister starten jedoch erst ab 1799. Die zuständigen Pfarrer in der Zeit von 1555 bis zu Wilhelm Fritz (+1772) sind im Kirchenbuch Schmiedefeld und Vesser von 1760 verzeichnet.

Dokumente

  • Kirchenbuch Frauenwald 1772 – 1799
  • Kirchenbuch Frauenwald 1800 – 1837
  • Kirchenbuch Frauenwald mit Stützerbach 1838 – 1868
  • Kirchenbuch Frauenwald 1869 – 1903

Zustand & Besonderheiten

Die Kirchenbücher sind in einem recht guten Zustand und auch gut lesbar. Ab 1799 wurden alphabetische Verzeichnisse und teilweise Statistiken geführt. Teilweise existieren auch Konfirmandenregister. Für die Jahre 1800 – 1874 liegen jährliche Duplikate vor, die im Zeitraum 1800 – 1837 auch Aufzeichnungen für Stützerbach und Allzunah enthalten.

Zugriff

Die Kirchenbücher sind als Mikrofilme im Landeskirchenarchiv Magdeburg einsehbar. Auf der Webseite ist eine Liste der Kirchenbücher verlinkt, die gelegentlich aktualisiert wird. Zu den Büchern liegen mir genauere Meta-Informationen sowie Teile der Register und Verzeichnisse vor. Schreibt mich bei Bedarf an.