Die Kurze Triebel-Geschichte

Allgemeine Namensherkunft

Für die Herkunft des Familiennamens Triebel können unterschiedliche Erklärungen herangezogen werden. Dazu kann zu zunächst allgemein zusammengefasst werden, dass sich deutsche Familiennamen in fünf Gruppen unterteilen lassen [31]:

  • Familiennamen nach Rufnamen. Es handelt sich meist um Vaternamen, z. B. Albrecht oder Friedrich. Gelegentlich sind aber auch andere Verwandtschaftsbeziehungen der Ursprung.
  • Familiennamen nach Wohnstätte. Entstanden zur Identifizierung von Personen innerhalb der engeren Heimat aus Lage des Wohnsitzes oder baulicher Besonderheiten des Wohnhauses, z. B. Bühl, Horn, Ebner, Thalmann, Pfuhl, Bachmann, Grieß.
  • Familiennamen nach Berufs-, Amts- und Standesbezeichnungen, z. B. Müller, Schmidt, Schneider, Fischer, Meyer, Weber, Schulz, Bauer, Richter, Lasser, Schröpfer, Helmer, Plattner.
  • Familiennamen nach Herkunft. Meist bei Zuwanderungen in expandierende Städte wurden dem Vornamen der Herkunftsort hinzugefügt, z. B. von Oetershausen, Westphahl, Bülow, Böhmer.
  • Familiennamen aus Übernamen: Entstanden aus konstanten dauerhaften oder vorübergehende zufällige Merkmale des Namensträgers, z. B. Lang, Kurz, Mager, Dürr, Grau (Haarfarbe), Hinkefuß, Blaurock, Zänker, Zorn, Grimm, Murr, Hochmut, Guthans, Hübsch, Frühauf, Keck, Müssig, Späth, Kluge, Narr, Bierhals, Schlemmer, Tänzer.

Die Herkunft des Namens Triebel kann daher über die Herkunft oder über einen Übernamen mit Ursprung aus dem Beruf erklärt werden.

Berufsübername Triebel

Als Erklärung für die Namensherkunft von Triebel aus Berufsübernamen kommen folgende Erklärungen in Frage:

  • Triebel kann abgleitet werden aus den mittelhochdeutschen Wörtern tribel und tribelslage, die Treibel bzw. Schlägel bedeuten. An Spulrädern ist der Triebel der krumme Arm an der Welle bzw. der Drehling der Kurbel, um das Rad zu drehen [31].
  • Bezeichnet wurde mit Treibel auch der hölzerne Böttcherhammer, mit dem die Reifen angetrieben werden, daher auch „Reiftreibel des Böttchers“ [31].
  • In einigen Oberdeutschen Gegenden bedeutet Triebelmeister bzw. Zeidelmeister so viel wie Bienenmeister („Zeidel“ = Honig) [29, 33, 34].

Aus den ersten beiden Wortabstammungen kann abgeleitet werden, dass es sich um einen Übernamen handelt, der einer Person zugewiesen wurde, die scheinbar in einem besonderen Maße mit diesen Werkzeugen gearbeitete hatte. Die Wortabstammung aus dem Oberdeutschen lässt zusätzlich auf eine räumliche Herkunft schließen, die Nahe des späteren Hauptverbreitungsgebietes des Namens liegt.

Herkunftsname Triebel

Diese Art der Namensgebung fällt zeitlich mit der Entfaltung der Städte im Mittelalter zusammen. Die Zuwanderung erfolgte hauptsächlich aus Ortschaften der näheren Umgebung. Herkunftsnamen können aber auch weitere Motive haben, z. B. Handelsbeziehungen, eine Pilgerfahrt oder eine Reise.

  • Im Vogtland befindet sich eine Gemeinde Triebel in der Talaue des Triebelbaches. 1303 wurde Triebel das erste Mal urkundlich erwähnt Es gibt Hinweise auf eine germanische und sorbische Frühbesiedlung des Gebietes Triebel. Grund für diese Ortsentstehung soll ein Eisenhammer gewesen sein. An dessen Stelle befindet sich heute die untere Mühle. Im Jahr 1378 sprach man von einem Niederen und einem Oberen Triebel. Erwähnt wurden die Orte mit unterschiedlichen Schreibweisen als Trybl (1303), Tribel (1328), Uberntrybel (1378), Triebel (1380), Tribil (1397) und beden Treblin (144). Ende des 18. Jahrhunderts setzten sich die Namen Unter- und Obertriebel durch [28].
  • Im heutigen Polen befindet sich die die Gemeinde Trzebiel (deutsch Triebel, obersorbisch Trjebule) mit knapp 6000 Einwohnern, von denen rund 1400 im gleichnamigen Hauptort wohnen . Erstmals erwähnt wurde der Ort im Jahre 1301. Zu dieser Zeit gehörte er noch zum Siedlungsgebiet der Sorben. Nach der Reformation wurden in der Kirche von Triebel Gottesdienste in sorbischer Sprache abgehalten.
  • Triebel ist eine Ortslage im Wuppertaler Stadtbezirk Uellendahl-Katernberg im Wohnquartier Siebeneick, die aus der Hofschaft Neuer Triebel hervorgegangen ist. Benachbarte Ortslagen sind „Alter Trie-bel“ und „Triebelsheide“. Die Herkunft des Namens ist derzeit noch ungeklärt. Der Ort ist auf der Preußischen Uraufnahme von 1843 als neue Triebel eingezeichnet. 1888 lebten in Triebel acht Einwohner in einem Wohnhaus. Auf Messtischblättern trägt der Ort den Namen Triebel. Im 19. Jahrhundert gehörten Neuer und Alter Triebel zu der Bauernschaft Kleine Höhe der Bürgermeisterei Hardenberg, die 1935 in Neviges umbenannt wurde. Heute existieren diverse Straßen, die nach den Ortslagen benannt sind.

Früheste Namenserwähnungen im 14. und 15. Jahrhundert

Die frühesten Namenserwähnungen beginnen im 14. Jahrhundert, was auch zeitlich mit der Bildung der Familiennamen zusammenfällt. Unterschiedliche Quellen nennen dabei Erwähnungen in unterschiedlichen Regionen:

  • Das Etymologische Wörterbuch der Deutschen Familiennamen von 1847 sieht den Namensursprung in der heutigen Region Baden-Württemberg „… frühere Erwähnungen leiten Triebel von den phonetisch ähnlichen Namen Trübel und Träubel ab. Urkunden weisen auf ein Haus- bzw. Wirtshausnamen mit dem Namen Träubel hin. Weitere Belege zeugen von einem Johann zum Trübel (1419), Kirchherr zu Dorlisheim, Bruder Reinhold zum Trübel in Rottweil (1429), Chun zum Treublein in Basel (1432), Johann zum Trübel Kaplan zu Straßburg (1371)“ [32].
  • In Südwest-Thüringen ergeben meine eigenen Forschungen erste Erwähnungen 1468 in Vesser, ab 1497 in Suhl, 1528 in Schmiedefeld und ab 1570 in Schleusingen und Goldlauter.

Kirchenbücher Stützerbach

Überblick

Stützerbach gehörte bis 1660 zur „Gefürsteten Grafschaft Henneberg“ und wurde mit der Auflösung der Grafschaft in einen kurfürstlich-sächsischem (Christuskirche) und einen sächsisch-weimarischen (Dreifaltigkeitskirche) geteilt. Die Christuskirche war ursprünglich eine Fachwerkkirche von 1767 und wurde 1901 durch einen Neubau ersetzt. Die Aufzeichnungen für Stützerbach beginnen 1632. Bis 1844 ist Stützerbach in Frauenwald eingepfarrt.

Deckblatt des ersten Kirchenbuches (Quelle: Landeskirchenarchiv Magdeburg)

Dokumente

  • Kirchenbuch Stützerbach 1716 – 1794 (Abschriften aus dem KB Illmenau 1632 – 1716)
  • Kirchenbuch Stützerbach 1795 – 1832
  • Kirchenbuch Stützerbach 1773 – 1844 (vermutlich Illmenau)
  • Kirchenbuch Stützerbach 1732 – 1847
  • Kirchenbuch Stützerbach 1748 – 1873
  • Weitere Aufzeichnungen bis 1926

Zustand & Besonderheiten

Die Kirchenbücher sind in einem recht guten Zustand und auch gut lesbar. Es wurden alphabetische Verzeichnisse und teilweise Statistiken geführt. Für die Jahre 1795 – 1832 existiert ein Verzeichnis der Berufe, dem die Namen zugeordnet sind. Für 1773 – 1799 existiert ein Auszug aus dem Kirchenbuch Frauenwald. Bei den Auszügen aus dem Kirchenbuch Ilmenau ab 1632 für den Weimarschen Teil von Stützerbach handelt es sich um lediglich vier Seiten, die jedoch sehr dicht beschrieben sind. Sie enthalten keine Eintragungen für Personen mit dem Namen Triebel. Es existieren keine Verzeichnisse. Das Trauregister 1716 bis 1794 enthält keine Eintragungen für Personen mit dem Namen Triebel. Es existieren für diese Zeit keine Verzeichnisse. Ab 1795 existieren alphabetische Verzeichnisse und Statistiken und ein Personenverzeichnis, welches nach Berufen geordnet ist. Schwerpunkte sind hier Handarbeiter und Berufe im Zusammenhang mit der Glasherstellung und dem Glashandel. Die Verzeichnisse enthalten keine Eintragungen für Personen mit dem Namen Triebel. Die Kichenbücher ab 1773 habe ich noch nicht gesichtet. Das Verzeichnis für das Kirchenbuch von 1832 – 1873 enthält ebenfalls keine Eintragungen für Personen mit dem Namen Triebel.

Zugriff

Die Kirchenbücher sind als Mikrofilme im Landeskirchenarchiv Magdeburg einsehbar. Auf der Webseite ist eine Liste der Kirchenbücher verlinkt, die gelegentlich aktualisiert wird. Genauere Meta-Informationen sowie Teile der Register und Verzeichnisse liegen mir vor. Schreibt mich bei Bedarf an.

1696 Akte Amt Schleusingen

Hintergrund

Für die Bearbeitung und Genehmigung des Gesuchs von Hans Valentin und Hans Adam Triebel um Gestattung des Baus einer neuen Schneidemühle wurde ein Akte angelegt.

Inhalt und Umfang

Auf 9 Seiten ist das Gesuch, Notizen und der Vertrag beschrieben. Eine Zusammenfassung des Inhalts befindet sich hier.

Referenz

„Gesuch von Hans Valtin und Hans Adam Triebel um Gestattung des Baus einer neuen Schneidemühle unter der Schmelzhütte an der Einmündung des Ruppbachs in die Vesser unterhalb des Dörfleins Vesser“, 1696, Landesarchiv Sachen Anhalt, Signatur A30b IV, Nr. 137

http://recherche.lha.sachsen-anhalt.de/Query/detail.aspx?ID=1039683

Kirchenbücher Frauenwald

Überblick

Ein Brand in der Nacht vom 7. zum 8. August 1778 vernichtete die Schule und das Pfarrhaus in Frauenwald mit allen Kirchenbüchern. Daher existieren für Frauenwald Aufzeichnungen erst ab 1772. Taufregister starten jedoch erst ab 1799. Die zuständigen Pfarrer in der Zeit von 1555 bis zu Wilhelm Fritz (+1772) sind im Kirchenbuch Schmiedefeld und Vesser von 1760 verzeichnet.

Dokumente

  • Kirchenbuch Frauenwald 1772 – 1799
  • Kirchenbuch Frauenwald 1800 – 1837
  • Kirchenbuch Frauenwald mit Stützerbach 1838 – 1868
  • Kirchenbuch Frauenwald 1869 – 1903

Zustand & Besonderheiten

Die Kirchenbücher sind in einem recht guten Zustand und auch gut lesbar. Ab 1799 wurden alphabetische Verzeichnisse und teilweise Statistiken geführt. Teilweise existieren auch Konfirmandenregister. Für die Jahre 1800 – 1874 liegen jährliche Duplikate vor, die im Zeitraum 1800 – 1837 auch Aufzeichnungen für Stützerbach und Allzunah enthalten.

Zugriff

Die Kirchenbücher sind als Mikrofilme im Landeskirchenarchiv Magdeburg einsehbar. Auf der Webseite ist eine Liste der Kirchenbücher verlinkt, die gelegentlich aktualisiert wird. Zu den Büchern liegen mir genauere Meta-Informationen sowie Teile der Register und Verzeichnisse vor. Schreibt mich bei Bedarf an.

1734 Erbhuldigung im Herzogtum Sachsen-Zeitz

Hintergrund

Im Februar 1733 starb Friedrich August der I. von Sachsen. Auch bekannt als „August der Starke“ und bekannt für den Bau des Zwingers sowie Schloss Moritzburg. Infolge des Todes wurde für seinen Nachfolger eine Erbhuldigung abgehalten. Zu den betroffenen Ländereien gehörten auch Ämter in Südwest-Thüringen, die wenige Jahre zum Herzogtum Sachsen-Zeitz gehörten.

Anordnung an das Amt Schleusingen (Quelle: Sächsisches Staatsarchiv)

Inhalt und Umfang

Die Akte enthält ca. 300 Seiten mit einem scheinbar später erstelltem Inhaltsverzeichnis. Das Verzeichnis erfasst jedoch nur die ersten 100 Seiten. Diese Seiten enthalten allgemeine Inhalte, wie z. B. Hintergründe, Anweisungen an die Ämter und Notizen. Für die eigentlichen Register der Untertanen existiert hingegen kein Verzeichnis. Trotzdem folgen die Auflistungen „namentliche Konsignation“ einer klaren Hierarchie:

  • Kirchliche Verantwortliche nach Hierarchie und Lehrer
  • Militärs nach Dienstgrad
  • Bürger und Eigentümer in den Amtsstädten erfasst durch die Bürgermeister (Suhl, Schleusingen, Kühndorf)
  • Auflistungen der Gemeinden pro Amt erfasst durch die Schultheißen

Referenz

Im Hauptstaatsarchiv kann die Akte unter folgender Referenz nach Bestellung eingesehen werden: „Sächsisches Staatsarchiv, 10025 Geheimes Konsilium, Nr. Rep. A 24b, Nr. 0027“.

Ortschroniken führen

Ziele

  • Relevante Fakten aus verschiedenen Quellen zusammenfassen.
  • Fakten zu Orten und Personen in Beziehung setzen.
  • Neue Quellen identifizieren.

Inhalte

  • Wichtige Informationen zur Region.
    (Kriege, Schlachten, Machtwechsel, Wirtschaftsbranchen etc.)
  • Wichtige Informationen zu den Orten.
    (Erste Erwähnung, Handwerks- und Industrieansiedlungen, Wechsel von zuständigen Ämtern, Namensänderungen etc.)
  • Informationen zu den Kirchen, Kirchenbüchern und Schulen
    (Beginn der Aufzeichnungen, Lücken etc. )
  • Informationen zu Personen und Stammlinien
    (nicht zuordenbare Personen, Ortswechsel etc.)

Beispiele und Erkenntnisse

  • Mir waren die unterschiedlichen Bezeichnungen meines Forschungsgebietes „Henneberger Land“, die Machthaber und deren häufige Wechsel zu Anfang völlig undurchsichtig. Bei der Recherche für meine Chronik, bin ich auf den „geheimen Rat“ gestoßen, der das Herzogtum Sachsen-Zeitz für wenige Jahre verwaltete. Ich wusste vorher nicht was ein geheimer Rat ist und wäre auch nicht auf die Idee gekommen im Hauptstaatsarchiv Dresden, nach einer (heute) thüringischen Region zu recherchieren. Schließlich habe ich vor Ort in einem ca. 300 seitigen Erbhuldigungsregister 8 Triebels in Vesser finden können. Diese und weitere Triebels in anderen Orten habe ich in die Orts-Chroniken eingetragen.

Chronik Schmiedefeld

Für Schmiedefeld konnte ich die folgenden genealogisch relevanten Fakten zusammentragen.

15. Jahrhundert

1406 Der Ort wird erstmals urkundlich „uf dem Smidfeldt“ erwähnt.

16. Jahrhundert

1514 Die Steuerregister des Amtes Schleusingen enthalten keine Einträge für Schmiedefeld.
1528 In der über 40 Jahre andauernden Auseinandersetzung um die „Harzwälder“ um den Finsterberg (ca. 1490 –1530) wurde Paul Triebel als Zeuge angehört, um eine klare Abgrenzung zwischen den Sächsischen und Hennebergischen Ländereien auszuloten.
1535 Die Steuerregister des Amtes Schleusingen enthält 11 Besteuerte mit einem Vermögen von 841 fl.
1569 Die Steuerregister des Amtes Schleusingen enthält 21 Besteuerte mit einem Vermögen von 2135 fl.
1573 In einem „Verzeichnis der Wehren und Waffen“ werden 30 männliche Personen namentlich geführt, von denen 16 über Büchsen und 14 über Federspieße verfügten. Einer davon trug den Namen Triebel.
1585 Zur Erbhuldigung erscheinen 37 Mannschaften, daraus können ca. 174 Einwohner abgeleitet werden.
1588 Zur Erbhuldigung erscheinen 48 Personen aus Schmiedefeld. Im Musterregister [55] wurden 48 Personen verzeichnet. Darunter Großhans Triebell, Jacob Triebel (Wittwer) und Jung Hans Triebel alle mit Federspieß. Unter den Mietlingen Matthäus und Jörg Triebel, beide ebenfalls mit Federspieß.
1600 Zur Erbhuldigung erscheinen 51 Personen aus Schmiedefeld. Die Bevölkerung lag zu dieser Zeit zwischen 175 und 200 Seelen.

17. Jahrhundert

1606 Zur Erbhuldigung erscheinen 43 Personen aus Schmiedefeld, davon 23 mit eigenem Hausbesitz und 20 Mietlinge. Daraus wurden 202 Einwohner abgeleitet.
1611 Zur Erbhuldigung erscheinen 75 Personen aus Schmiedefeld mit einem eigenen Haus, darunter 62 Männer und 13 Witwen. Abwesend waren 9 Männer, sodass von 84 Haushaltungen ausgegangen werden kann. Daraus wurden 348 Einwohner abgeleitet.
1617 Paul Triebel wird in Schmiedefeld geboren und wird bei der Hochzeit seines Sohnes Hans Adam Triebel erwähnt. Er heiratet 1674 in Goldlauter und ist laut diesem Eintrag 1649 in Schmiedefeld geboren. Ein Paul Triebel wird bei der Volkszählung 1647 jedoch nicht erwähnt. Da er bereits um 1617 geboren sein muss, müsste er zwischen 1647 und 1649 (Geburtsjahr des Hans Adam) nach Schmiedefeld gekommen sein.
1625 86 Musterungspflichtige werden verzeichnet. Darunter Hans und Jacob Triebel, Musketiere [56].
1626 Thomas Triebel aus Schmiedefeld stirbt in Schleusingen.
1631 In Schmiedefeld gibt es 70 Häuser und 71 Familien.
1647 Bei der Volkszählung nach dem 30-jährigen Krieg werden eine Witwe Anna Triebel und die Familien Cyriax, Johann und Wolfgang Triebel erfasst. Sie stellen drei von 19 Familien dar, von denen 5 keinen Vater mehr haben.
1649 In Schmiedefeld leben 15 Familien.
1659 In Schmiedefeld leben 51 Familien. 51 Männer und 10 Witwen in 52 Häusern.
1665 Schmiedefeld hat 55 Häuser.
1670 Der Schultheiß Hans Keßler gibt die Einwohnerzahl in einer amtlichen Eingabe mit über 300 Seelen an.
1675 Stephan Triebel, der erste Sohn des Hans Adam Triebel wird noch in Schmiedefeld geboren. Sebastian Triebel wird 1677 in Goldlauter geboren. Dazwischen muss die Familie umgezogen sein.
1692 Am 13. Mai 1692 Brennt bei einem Großfeuer der Großteil des Ortes ab, darunter auch die Kirche und das Forsthaus. Mehr als 182 Familien wurden als obdachlos registriert. Der Müller Hans David Triebel stellt ein Gesuch um Erlassung des Mühlschweins auf das Jahr 1693 nach dem erlittenen Brand der Mühle.
1700 Es werden 84 zur Mannschaft Gehörige ohne junge Burschen und 65 Feuerstätten gezählt.
1700 Um 1700 beginnt mit Johann Adam Triebel, Leinwebermeister, eine Familienlinie in Schmiedefeld, die weitere Generationen hervorbringt.

18. Jahrhundert

1701 Johann Nikolaus Triebel wird in Schmiedefeld geboren. Folgende Personen sind wahrscheinlich seine Kinder: Anna Christiana (1723-1783) und Johann Adam (1725-1795) bleiben in Schmiedefeld. Anna Christiana stirbt aber in Vesser. Zu Johann Christoph Triebel (*1725) in Schmiedefeld wurde kein Sterbeeintrag in Schmiedefeld oder Vesser gefunden.
1703 Am 7. und 8. Dezember ereignet sich eine Windkatastrophe am Finsterberg, Blauer Stein und Freibäche. 60 Klafter Baumbestand brachen zusammen.
1704 Ca. um 1704 muss Catharina Triebel, jüngste Tochter des Johann Stephan Triebel aus Schmiedefeld geboren, da sie 1724 in Schleusingen heiratet. Ihr Vater könnte Johann Stephan, Sohn des Hans Adam aus Schmiedefeld sein.
1707 Am 2. März 1707 wird ein Dokument unterschrieben was die Steuerzahlungen („entweder Sechs Gülden an Gelde oder ein Mastschwein“) für die im Jahr 1705 erbaute Mahlmühle des Johann Valentin Schneider regelt. Dabei wird festgelegt, dass die bestehende Mahlmühle in Besitz von Hans Triebel durch die neue nicht ruiniert werden darf. „sie bey einem Lehngelde gelassen werden und damit die alte Mühle und das alte Lehnstück, so Hannss Triebel besitze, nicht durch die selbst ruinieret werden den neuen Mühlgang zum alten Müller indes mahl vor anderen zu verpachten“ [44].
1707 Johann Jacob Triebel wird in Schmiedefeld geboren und lebt bis 1775 in Schmiedefeld. Er ist Kirchenältester in Schmiedefeld.
1711 Johann Erhardt Triebel wird in Schmiedefeld geboren, ist Fuhrmann und stirbt 1782 in Schmiedefeld. Er hinterlässt eine große Familie, die bis in die Gegenwart verfolgt werden kann.
1718 Es werden 91 Mannschaften in einem Erbhuldigungsregister erfasst.
1719 Ein Pfarrdorf mit 140 Feuerstellen auf der Höhe des Thüringer Waldes.
1734 Es werden 99 Mannschaften in einem Erbhuldigungsregister erfasst. Davon Stephan Triebel, Wittwer, und die Nachbarn Jacob Triebel, Valentin Triebel und Adam Triebel.
1749 Die Mühle gerät in Brand, die Besitzer waren ruiniert. Der Wiederaufbau der Sägemühle fand erst 1799 am Gersbach statt.
1760 Peter Triebel stirbt in Schmiedefeld. (Kirchenbucheintrag).
1778 Von der Oberaufsicht Schleusingen erforderte gutachterliche Berichterstattung über das von Michael Günther, Ehrhardt Triebel und Adam Stuhl in Schmiedefeld geschehene Gesuch um Erlaubnis zur Anlegung einer Bleicherei.
1790 Es werden 1034 Einwohner erfasst.
1791 Gesuch von Jacob Triebel, Johannes Schmidt u.a. in Schmiedefeld um Erbauung neuer Wohnhäuser.
1796 Gesuch des Inwohners und Schäfthauers Johann Sebastian Triebel in Schmiedefeld um Konzession zur Erbauung eines neuen Wohnhauses auf der Brunnweise an der Schleusinger Straße.

19. Jahrhundert

1810 Es existiert eine Akte über Jacob Triebel u.a. in Schmiedefeld wegen ohne Konzession erbauter Wohnhäuser.
1815 Es werden 1088 Einwohner erfasst. Der Kreis Schleusingen wird preußisch.
1871 Eine Brandkatastrophe erfasst und zerstört den historischen Ortskern. Über vier Jahre lebten fast alle Familien im Ort in äußerst beengten Verhältnissen, die Obdachlosen waren auf die noch stehenden Gebäude am Ortsrand verteilt. Es kam zum Zusammenbruch der hygienischen Verhältnisse, als bis zu 18 Personen in den ortstypischen kleinen Häuschen oder in Schuppen und Scheunen leben mussten. Nach einer ärztlichen Studie grassierte im Ort über fünf Jahre das Nervenfieber und der Hungertyphus, auch als Folge einer Kartoffel-Missernte. Mit Erlaubnis der Forstbehörde zogen viele als Holzfäller tätige Männer in die umliegenden Wälder und errichteten einfachste Blockhütten, um der Enge zu entkommen.
1850 In der Erhebung der Klassensteuer werden alle Namen und Berufe der Einwohner aufgeführt. In der Liste kommt der Name Triebel 13-mal vor. Zusammengestellt wurde die Liste vom Schultheißen Triebel und den Schöppen Adam Krämer, Daniel Lindenlaub, Christian Engelhardt sowie Friedrich Schneider.
1860 Adam Triebel ist nach August Kühn, der das Amt 1850 übernommen hatte, Schultheiß von Schmiedefeld.

Chronik Goldlauter

Für Goldlauter konnte ich die folgenden genealogisch relevanten Fakten zusammentragen.

Bis zum 17. Jahrhundert

1574 Steffen Triebel heiratet in Schleusingen.
1588 Die Steuerregister des Amtes Suhl enthalten 49 Besteuerte („Mannschaften“) mit einem Vermögen von 2135 fl.
1600 Es beginnen die Kirchenbuchaufzeichnungen mit Tauf-, Trau- und Sterberegister.
1619 Aus dem Amt Suhl waren mindestens 106 Frauen und Männer von Hexenverfolgung betroffen. Mindestens 73 Prozesse endeten tödlich. Aus Goldlauter waren sieben Frauen und ein Mann betroffen, mindestens sechs Menschen überlebten nicht. Darunter war auch Barbara, Oswald Triebels Witwe, 85 Jahre, sie wurde nach dem Prozess verbrannt.
1646 Bei der Volkszählung nach dem 30-jähigen Krieg werden keine Triebel-Familien erfasst.
1648 Martha Triebel, Tochter des Matthäus Triebel aus Frauenwald, heiratet am 5.7.1648 in Goldlauter Hans Weiß, Köhler aus Goldlauter.
1674 Hans Adam Triebel, Sohn des Paul Triebel aus Schmiedefeld, heiratet am 25.11.1674 in Goldlauter Ursula Orban. Aus der Ehe gehen vier Kinder hervor: Stephan (*1675), Sebastian (*1677), Susanna (*1680) und Ursula (*1683).

18. Jahrhundert

1707 Stephan Triebel, geboren in Vesser, Köhler in Goldlauter heiratet Maria Elisabetha Weis, eine Enkelin der Martha Triebel aus Frauenwald, die 1648 in Goldlauter heiratet. Stephan Triebel ist um 1740 Kirchenältester in Goldlauter bevor er 1749 stirbt. Die Ehe bringt zehn Kinder hervor, von den zwei im Kindesalter sterben. Sohn Johannes stirbt bereits mit 21 Jahren. Sohn Christian lernt Tischler in Goldlauter und Sohn Martin lernt Köhler in Goldlauter, beide wandern aus, da sie nicht in Goldlauter sterben. Martin lebt 1775 in Heinrichs. Die restlichen Kinder Maria, Samuel, Stephan, Susanna Walpurgis und Anna Catharina leben und sterben schließlich in Goldlauter. Die Linie wurde weiter erforscht.
1719 Ein Pfarrdorf mit 140 Feuerstellen auf der Höhe des Thüringer Waldes.
1747 Michael Heinrich Triebel, 1747-1759 Pachtmüller der Mittelmühle in Goldlauter und Sohn des Martin Triebel (Schmied und Schultheiß) aus Vesser, heiratet in Goldlauter am 15.08.1747 Anna Elisabetha Weis. Die wahrscheinlich zweite Ehefrau des Vaters Martin Triebel, Anna Elisabetha Meurer ist die Witwe des Besitzers der Mittelmühle. Aus der Ehe gehen sieben Kinder hervor. Die erstgeborenen Zwillinge versterben als Säuglinge. Zwei weitere Kinder sterben im Kindesalter. Die restlichen Kinder Jacob Heinrich (*1751), Johanna Elisabetha (1755 – 1816), Susanna Margaretha (1757-1826) erreichen das Erwachsenenalter. Susanna Margaretha heiratet 1780 in Goldlauter Lorenz Rosch. Jacob Heinrich ist 1791 Schmied in Heinrichs.